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Saturday 25th of May 2013

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2011 | Saudi Arabia PDF Print E-mail
Written by Dr. Matthias Oster   
Artikel – Pferde – Impressionen
Zum Sesam-Öffne-Dich wurde die freundliche Einladung durch unser Mitglied, S.K.H. Prinz Sultan bin Salman bin Abdul Aziz Al Saud…
Article – Horses – Impressions
The friendly invitation by our member H.R.H. Prince Sultan bin Salman bin Abdulaziz Al Saud became our door opener…


Eine Reise zum Ursprung
Mit dem Asil Club bei den Pferden des Nejd

Nur ein Flug von nicht einmal sieben Stunden trennt uns noch von dem sagenumwobenen Hochland des Nejd, der Wiege des Arabischen Pferdes, das für Generationen von an Arabitis erkrankten Züchtern und für manchen Abenteurer und Entdecker früherer Zeiten das fast unerreichbare Mekka ihrer Träume gewesen war. Denken wir nur an Lady Anne Blunt, die 1875 als erste Europäerin in dieses verschlossene Land gelangen konnte und die ihren Reisebericht nicht von ungefähr unter dem Titel „A Pilgrimage to Nejd“ veröffentlichte. Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, sind nicht strapaziöse und gefährliche Reisewege, sondern die Verschlossenheit des Königreichs Saudi Arabien für Nicht-Muslime das Haupthindernis. Doch die Liebe zum Arabischen Pferd kennt keine Grenzen. Zum Sesam-Öffne-Dich wurde die freundliche Einladung durch unser Mitglied, S.K.H. Prinz Sultan bin Salman bin Abdul Aziz Al Saud. Prinz Sultan ist Präsident der Saudi Commission for Tourism and Antiquities, war Schirmherr über den Asil Cup International 1986 und erster arabischer Astronaut. Neben dem durch viele Aufenthalte im Land erfahrenen Dr. Olms betraten Ende Januar fünf Vorstandsmitglieder sowie zehn weitere Züchter und Freunde des Asil Clubs Neuland. Hansi Heck-Melnyk und Terence und Rosi Doyle waren sogar aus Amerika angereist. Für Hans-Jürgen Gottet jedoch war es eine Reise in die Vergangenheit, hatte er doch zusammen mit seiner Frau mehrere Jahre in Riyadh gelebt und gearbeitet. Der Schweizer bereicherte unsere Gruppe aus seinem reichen Schatz an Erinnerungen und Insiderwissen. Wie er damals mit seiner Frau heimkehrte, wäre ein ganzes Buch wert: Elf abenteuerliche Monate auf dem Rücken zweier Asilaraber, von der Wüste in die Alpen!
A Journey to the Origin
With the Asil Club to the Horses of Nejd

It takes only a flight of less than seven hours from Germany to the plateau of Nejd, the cradle of the Arabian horse, a region that had been the unreached Mecca for generations of breeders and also adventurers and discoverers of past times. Just to think of Lady Anne Blunt, the first European woman to set foot into this closed world in 1875. Not without reason she named her travel account “A Pilgrimage to Nejd”. Today, at the beginning of the 21st century, the main obstacle is not exhausting or dangerous routes but the reserve of Saudi Arabia to Non-Muslims. Nevertheless the love for the Arabian horse does not know frontiers. The friendly invitation by our member H.R.H. Prince Sultan bin Salman bin Abdulaziz Al Saud became our door opener. Prince Sultan is president of the Saudi Commission for Tourism and Antiquities. He had been patron to the Asil Cup International 1986 and first Arabian astronaut. By the end of January 2011, together with the much experienced Saudi traveler Dr. Olms, five members of the board and ten breeders and friends of the Asil Club broke new ground. Hansi Heck-Melnyck and Terrence and Rosie Doyle even arrived from America. For Hans-Jürgen Gottet however, it was a trip into the past. He and his wife had been living and working in Riyadh for some years. Thus the Swiss could enrich our group out of his treasure of memoirs and insight knowledge. His way back home years ago, together with his wife, is worth a whole book: eleven adventurous months on back of two Asil Arabian horses, from the desert to the Alps!

Der Gastgeber | The Host
A wellcome of S.K.H. Prinz Sultan Bin Salman Bin Abdulaziz Al Saud, president of the Saudi Commission for Tourism and Antiquities to the president of the Asil Club Dr. W. Georg Olms.
Photo: Saudi Commission for Tourism and Antiquities


Die Gruppe mit ihren in den Abayas gekleideten Damen vor den Ruinen von Al Diriya, der ehemaligen Hauptstadt der Ibn Sauds. Nach einer Restaurierung durch die Saudi Commission for Tourism and Antiquities soll hier im Rahmen eines riesigen Museumskomplexes auch ein Museum über das Arabische Pferd entstehen.
Photo: Olms


Ruinen und Ausgrabungsstätte der alten Stadt Diriya bei Riyadh.
Photo: Olms


Der King´s Tower ist eines der Wahrzeichen des modernen Riyadh.
Photo: Oster

Königliches Saudi Arabien

Unsere Reisegruppe tauchte für 8 Tage ein in eine fremde, faszinierende Welt, die uns alle sehr positiv überraschte. Das Königreich Saudi Arabien ist ein Land der Gegensätze, auch in der Araberzucht. Die strenge, traditionelle Form des Islams wahabitischer Prägung ist allgegenwärtig und trifft doch mehr und mehr auf die globalisierte moderne Welt. Frei nach einem ehemaligen deutschen Ministerpräsidenten: Saudi Arabien ist Abaya, Laptop und Schleier. Die Hauptstadt ar-Riyadh gleicht zum Teil einer Großbaustelle. Der Berufsverkehr - mit nicht nur zwei sondern vier Stoßzeiten - wurde genauso bestimmt von den Gebetszeiten wie der Ablauf der von uns besuchten 4. Al Khalediah Arabian Horse Show.
Überwältigt wurden wir vor allem von der reichen Gastfreundschaft und der immer herzlichen und fürsorglichen Betreuung, die uns zu Teil wurde. Man hätte uns keinen besseren Mann als Rafiq (arab. Begleiter) zur Seite stellen können als unseren Fawaz al-Beshr, ein Nachfahre des saudischen Gelehrten Utman Al-Beshr. Dessen Buch über das Arabische Pferd konnten wir in der Sammlung von Büchern aus der persönlichen Bibliothek von Staatsgründer König Abdul Aziz Ibn Saud bewundern. Oder Ibrahim, unseren „Chef-Fahrer“. Sein Großvater hatte zur Leibwache Ibn Sauds gehört, geboren im Norden Nigerias. Glauben Sie uns, wir fühlten uns in Begleitung seines Enkels, nicht nur nachdem er uns von seinem Großvater erzählt hatte, sicher wie in Abrahams Schoß. Ihnen beiden, aber auch allen anderen, die zum Gelingen unserer Reise auf mannigfache Weise beigetragen haben, sei an dieser Stelle noch einmal von ganzem Herzen Dank gesagt!
Royal Saudi Arabia

Our group dived into a strange and fascinating world for eight days that surprised all of us positively. The kingdom of Saudi Arabia is a land of contrasts, also in the horse breeding business. The strict, traditional form of Islam is omnipresent and yet faces a globalised modern world more and more. A Bavarian ex-president adapted: Saudi Arabia is Abaya, Laptop and veil. The capital ar-Riyadh resembled a large scale building site. The rush hours – not two but four times a day – were dictated by the prayer times as was the conduct of the 4th Al Khalediah Arabian Horse Show that we attended.
We were overwhelmed by the rich hospitality and attention that was always given to us from the deepest heart. No better rafiq (Arabic: companion) could have been chosen for us but Fawaz al-Beshr, a descendant of the Saudi scholar Utman al-Beshr. His book on Arabian horses from King Abdulaziz´s personal library we were allowed to see. Not to forget Ibrahim, our “chief driver”. His grandfather had been a life guard of Ibn Saud, born in the north of Nigeria. Believe us, we felt save like in the “fold of Abraham” with Ibrahim, even before he told us of his grandfather. Both of them, and also all the others that have helped in the success of our trip in many ways, we want to say Thank You very much!

Der immer fröhliche Fawaz al-Beshr führte die Gruppe des Asil Clubs auch auf den Kamelmarkt in Tumaamah bei Riyadh.
Photo: Oster


Ibrahim, unser „Chef-Fahrer“ auf der beeindruckenden Anlage des Alfala Gestüts, das sich auf Ägypterpferde spezialisiert hat.
Photo: Oster


Saud Abdul Al Babtain, der die Abhaa Stud Farm mit asil-ägyptischen Linien bei Riyadh unterhält, mit einem seiner Falken auf der Hand
Photo: Olms

Auch durften wir uns an den Spezialitäten der orientalischen Küche satt essen und, viel wichtiger noch, an vielen wunderschönen und qualitätsvollen Pferden satt sehen. Die Gestütsanlagen waren hochmodern, teilweise luxuriös und gigantisch, Ausdruck des Reichtums und der Wertschätzung der dort untergebrachen Tiere. Doch auch im Kleinen blühte die Liebe zum Arabischen Pferd. Unvergesslich wird uns der Umgang und die Liebe zu den Pferden bleiben, die wir im Stall des jungen Sheikh Saud al Babdeyn beobachten konnten. So drehten alle Pferde, die uns im Freilauf gezeigt wurden, auf einen kurzen Pfiff ihres Betreuers hin um und liefen schnurstracks zu diesem zurück.
Ein Kontrastprogramm zu dem zuvor besuchten 4. Al Khalediah Arabian Horse Festivals auf der riesigen Farm S.K.H. Prinz Khaled bin Sultan Bin Abdul Aziz. Der Sohn des Kronprinzen gewährte beiden Vorsitzenden des Asil Clubs, Dr. W. G. Olms und Dipl.-Ing. Georg Thierer, eine halbstündige Audienz. Die dreitägige Schau war ganz nach westlichem Vorbild gehalten und viele weltweit bekannte Stars der Schauszene wurden vorgestellt. Auffallend war auch dort der große Enthusiasmus des Publikums, besonders für die sogenannten Desert Breds. Das Traditionsbewusstsein der Züchter geht in Saudi Arabien soweit, dass auch für die aus dem Westen importierten Pferde, seien sie asil-ägyptischer Abstammung oder die gemischten Linien der „Show-Araber“, der Mutterstamm angegeben wird. Dabei scheinen die Saudis besonders die Linien zu bevorzugen, die schon von ihren Vorvätern gezogen wurden: Hamdani Simri, Obeyan (Obeyan al-Saifi bei den Desertbreds und Obeyan Om Grees in der Ägypterzucht), Kuhailan Krush und Dahman Shahwan. Leider ist letztere Familie in den originalen Saudi-Linien ausgestorben, weshalb selbst Gestüte, die eigentlich Desert Breds züchten, auf Importe von ägyptischen Pferden zurückgreifen mussten. Prinz Turki bin Fahad bin Jiluwi, Nachfahre der Gouverneure von al-Hasa, zeigte uns auf seinem Gestüt eine Dahmah-Stute aus Amerika, AAS Sawannah. Sie geht allein auf saudische Linien zurück, die zum größten Teil aus der Zucht seiner Väter in Hufhuf stammen. Welch eine Freude zu erleben, dass die Erhaltung des asilen Blutes im Westen durch Asil Club und Al Khamsa solche Frucht getragen hat! Seltene Saudi-Linien, die nicht oder kaum in den Westen gelangten, sind Suwayti al Firm und schließlich Kuhaylan Abu Urqub, welche besonders im Staatsgestüt in Dirab gepflegt wird.
We were allowed to eat one´s fill from the Oriental cuisine, and much more important, to get saturated with the sight of very many wonderful and first class horses. The stables were highly modern, most of them luxurious and gigantic, expression of the wealth and of the esteem of the housed animals. But the love for Arabian horses also flourished in smaller scale. We will never forget how the horses in the stables of the young Sheikh Saud al Babdeyn were handled: all horses running loose for showing turned towards their handler the moment he whistled!
What a contrast to the 4th Al Khalediah Horse Festival held on the immense farm of HRH Prince Khaled bin Sultan Bin Abdulaziz Al Saud that we had visited before. The son of the Crown Prince gave both chairmen of the Asil Club, Dr. W. G. Olms and Dipl. Ing. Georg Thierer a private audience. The three days lasting show was held according to western model and many worldwide stars of the show ring competed. A great enthusiasm of the public could be noticed, especially for the so called Desert Bred horses. Traditionalism of Saudi breeders reaches far, so that strains are given also for horses imported from the West, be they asil-Egyptians or mixed lines of show Arabians. It seemed to us that the Saudis prefer those lines bred by their ancestors: Hamdani Simri, Obeyan (Obeyan al-Saifi in the Desert Breds, Obeyan Om Grees with Egyptian lines), Kuhailan Krush and Dahman Shahwan. Regretfully the latter has died out in pure Saudi lines. Therefore farms concentrating on Desert Breds had to import horses of Egyptian lines. Prince Turki bin Fahad bin Jiluwi, whose grandfather was governor of the al Hasa province, showed us a Dahmah mare from America, AAS Sawannah, whose ancestors all go back to Saudi lines, mostly bred in the stables of his fathers in Hufhuf. What joy to see that the preservation attempts in the West by Asil Club and Al Khamsa has brought forth such fruit! Rare Saudi lines that have not or only seldom come to the West are Suwayti al Firm and Kuhaylan Abu Urqub, the latter cultivated in the state owned farm at Dirab.

SKH Prinz Khaled bin Sultan Bin Abdulaziz empfängt in einer Privataudienz die Vorsitzenden des Asil Clubs, Dr. W. Olms und Dipl.Ing. Georg Thierer. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm die Dokumentation ASIL ARABER – ARABIENS EDLE PFERDE Bd. VI in der Luxusausgabe überreicht, in der einige Pferde seines Al Khalediah Gestüts abgebildet sind.
Photo: Olms


Khaleel Dirab (Rezaiq X Khuzamah), ein Kuhaylan Abu Urqub, gewann überlegen die Hengstklasse der Desert Breds auf der 4. Al-Khalediah Arabian Horse Show.
Photo: Oster


Muhtarat Al Aziziyah (Zeeban al Thani X Hayaratny al Mazyoona), Siegerin der Klasse der unter 3 jährigen Stuten bei den Desert Bred-Klassen der 4. Al-Khalediah Arabian Horse Show
Photo: Oster

Das Staatsgestüt in Dirab

Ein ganz besonderes Erlebnis war das King Abdulaziz Arabian Horse Center in Dirab, unter der kundigen Leitung von unserem Mitglied Sami Al Nohait. Seine Leistung ist bewundernswert. Aus den zaghaften Anfängen der 70er Jahre ist ein hoch modernes, ansehnliches Gestüt geworden, das gerade auch die einheimischen Desert Bred Pferde besonders pflegt und in der Zucht sorgfältig von einigen polnischen, spanischen und ägyptischen Linien trennt. Die Qualitätsverbesserung ist unverkennbar und das Bemühen des inzwischen mit dem Titel eines Generaldirektors ausgezeichneten Sami Al Nohait, auch auf den Zuchtschauen diese Desert Breds in eigenen Abteilungen zu präsentieren, hat Erfolge gezeitigt. In besonders freundschaftlicher Atmosphäre wurden wir Besucher hier verwöhnt mit lukullischen Genüssen ebenso wie mit Vorführungen in der Arena.
The State Farm at Dirab

A very special experience was the King Abdulaziz Arabian Horse Centre at Dirab, under profound guidance of our member Sami al Nohait. His achievements are admirable. From small beginnings in the 1970s a modern and distinguished farm has developed. Special emphasis and care is taken for the homebred Saudi lines that are separated from some Polish, Spanish and Egyptian horses. The improvement of quality is obvious. The initiative of Sami al Nohait, meanwhile decorated as general director, to organize special classes for the Desert Breds has shown success. In a very friendly atmosphere we were treated as guests by a sumptuous dinner and a fascinating horse presentation.

Der Chef des King Abdulaziz Arabian Horse Center, Dirab: Sami Al Nohait. Im Nationalgestüt werden die asilen Nachfahren des Gestüts von König Abdulaziz ohne Fremdblutbeimischung als sog. Saudi Desert Breds erhalten.
Photo: Olms


Ein Teil der Gruppe mit Fawaz und Ibrahim und Mitarbeitern des Staatsgestüts in Dirab
Photo: F. Thierer


Ein besonderes Erinnerungsbild: Der Vorsitzende des Asil Clubs, Dr. G.W. Olms beritten auf einem asilen Arabischen Pferd in Dirab (Mayada, eine Hamdaniah Simri).
Photo: F. Thierer


Sami Al-Nohait, Director General des King Abdul Aziz Arabian Horse Center at Dirab, überreichte jedem Mitglied ein Andenken an den Besuch.
Photo: privat

Das Nejd-Gestüt

Vielleicht der Höhepunkt unserer Reise war der Besuch des Nejd-Gestüts von SKH Prinz Turki bin Fahd bin Abdallah Al Saud mitten in der Wüste nahe al-Kharj. Dort werden 300 Desert Breds und einige ägyptische Pferde aus dem Dahman Stamm einfach, aber pferdegerecht gehalten. Desert Breds und Ägypter waren auf den ersten Blick zu unterscheiden. Auffällig waren Stärke und Qualität des Fundaments der Saudis sowie erstklassige, das Reiterherz erfreuende, schwungvolle und elastische Bewegungen mit gutem Schub aus der Hinterhand. Die Hälse waren meist gut angesetzt und geformt, vereinzelt auch massiv ausgeprägt, fast wie bei den sog. Barockpferden. Neben vielen tiefrümpfigen Pferden gab es auch schmale, hochbeinige Typen. Der Kopf unterscheidet sie am stärksten von den modernen Arabern. Das Profil ist gerade bis leicht nach außen gebogen, selbst bei manchen Stuten. Trotzdem zeigten diese Tiere Adel und Trockenheit. Beeindruckend war insbesondere die Reihe der Zuchthengste, die uns vorgestellt wurden. Im Licht der untergehenden Sonne tanzten sie vor unseren Augen über den Wüstensand, voller Kraft und Anmut, lebendig gewordene Traumbilder. Sie hätten historischen Fotografien entsprungen sein können. Ein Typ Araber, der als Kriegspferd einmal Weltruhm genossen hat und der nicht in Vergessenheit geraten darf! Welch ein Vorrecht dies erleben zu dürfen! Welch ein Erbe, das hier bewahrt wird!
The Nejd Stud

Maybe the highlight of our trip was the visit of Nejd Stud of HRH Prince Turki bin Fahd Bin Abdallah Al Saud in the desert near al-Kharj. 300 Desert Breds and some Egyptian horses of the Dahman Shahwan strain are kept there. On first glance one could distinguish between Desert Breds and Egyptians. The strength and quality of the foundation of the Saudi horses as well as first class movements full of elasticity and drive from behind, calling for riding, were amazing. The necks were mostly set on high and well formed, some also quite thick, resembling the so called Baroque races. Besides many horses with deep chests also narrow and high legged individuals could be seen. The head distinguishes them most from modern Arabians. Their profile is straight or slightly curved to the outside, even with some mares. Nevertheless the animals showed nobility and dryness. Most impressing was the number of breeding stallions that were shown to us. In the light of the sinking sun they danced across the desert sands before us, full of strength and grace, pictures of our dreams coming to life. They could have sprung out of historic photographs. A sort of Arabian that had been world famous as war horse and that should never be forgotten! What a privilege to witness! What a heritage to preserve!


-- All Photos at Nejd Stud by Oster --

Nabeh von Haleem, 8 jähriger Zuchthengst aus der Familie Obayan al Saifi im Nejd Gestüt von Prinz Turki. Wie sein Vater besticht er durch seinen unvergleichlichen Typ.

Al Fatih von Al Bashir, 14 jähriger Obayan al Saifi-Hengst im Nejd Gestüt, ein Kraftpaket. Er wird, wie alle Hengste dort, täglich geritten

Hengst Shamlan von Qais (Obayan al Saifi), 10 Jahre. Qais ist ein Enkel des Al Harqan, dem wichtigsten Stammhengst für die Desert Breds in Saudi Arabien. König Abdul Aziz Ibn Saud bat einen Beduinen der Harb mit Namen Al Fadliyha um einen Hengst aus dessen berühmten Familie Kuhailan Harqan und erhielt von ihm den Besten: Al Harqan, geboren 1947.

Stute vom Stamm Koheilan Krush im Nejd Gestüt. Unter den Beduinen gehörten die Krush-Pferde zu den begehrtesten.

23 j. Zuchthengst Haleem, ein Hamdani Simri von Qais, war Hauptbeschäler in Dirab bevor er an das Nejd Gestüt von Prince Turki ging. Er ist sechsmal auf Al Harqan ingezogen.

El Achnaf, 8j. Zuchthengst von al Achsan, ein Obeyan al Saifi im Nejd Gestüt begeisterte durch kraftvolle Bewegungen und lange Linien.

Der 5j. Agal von Haleem, ein Obeyan al Saifi im Nejd Gestüt.

Eine Zuchtstute aus der Koheilan Krush Familie im Nejd Gestüt.

Die alte Zuchtstute Bint Aziz gehört dem Stamm Hamdani Simri an.

 

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